Anwalt Sorgerecht, Memmingen / Kempten / Kaufbeuren

Alexandra Menz und Stephan Thomae, Fachanwältin und Fachanwalt für Familienrecht, zum Thema Sorgerecht

Miteinander verheirateten Eltern steht die Sorge für gemeinschaftliche Kinder gemeinsam zu. Das sagt das Gesetz nicht ausdrücklich, sondern setzt es als selbstverständlich voraus. Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet, hat die volljährige Mutter die Alleinsorge. Bei Minderjährigkeit der Mutter ruht die Sorge; der minderjährigen Mutter steht allerdings die Personensorge ohne Vertretungsmacht und eine Mitentscheidungsbefugnis gegenüber dem gesetzlichen Amtsvormund zu.

Im Fall der Scheidung gilt der Grundsatz, dass das Sorgerecht bei beiden Eltern verbleibt. Dies ist in den meisten Fällen sinnvoll: Die Eltern sollten versuchen, die Beziehungsebene von ihrer Elternebene zu trennen. Auch wenn die Beziehung zwischen dem Ehepaar (oder den unverheirateten Partnern) gescheitert ist, bleiben beide Partner Eltern. Eltern sollten sich daher bemühen, im gegenseitigen Einvernehmen zum Wohl des Kindes ihr Sorgerecht auszuüben. Scheitert die Einigung, kann jeder Elternteil das Familiengericht anrufen mit dem Antrag, ihm die Entscheidung in der Einzelfrage oder insgesamt zu übertragen.

Voraussetzung einer gerichtlichen Entscheidung ist, dass die strittige Angelegenheit für das Kind von erheblicher Bedeutung ist. Dazu gehören z. B. die Aufenthaltsbestimmung, Ausbildung und Berufswahl-Fragen der ärztlichen Behandlungsart, Impfungen, Bestimmung des Bekenntnisses, Unterbringung in einem Internat, Vermögensangelegenheiten oder ähnliches. Angelegenheiten des täglichen Lebens dürften regelmäßig nicht von erheblicher Bedeutung für das Kind sein und müssen von den Sorgeberechtigten untereinander geregelt werden.

Wenn eine Einigung zwischen den Eltern nicht möglich ist, kann das Familiengericht die elterliche Sorge umgestalten oder einem Elternteil allein übertragen. Dabei kommt es ausschließlich auf das Kindeswohl an. Häufig wird die gemeinsame Sorge beibehalten, das Aufenthaltsbestimmungsrecht jedoch dem Elternteil übertragen, bei dem das Kind wohnt. Der andere Elternteil erhält dann ein Umgangsrecht. Üblich sind Umgangsrechte alle zwei Wochen am Wochenende und jeweils eine Woche in den Ferien, zwei Wochen in den Sommerferien.

Wir beraten Sie im Konfliktfall über das Für und Wider einer streitigen Auseinandersetzung vor Gericht und die Möglichkeiten und Erfolgsaussichten eines Verfahrens. Wenn eine außergerichtliche Einigung nicht möglich ist, übernehmen wir auch die Vertretung im Gerichtsverfahren.

Kontaktieren Sie Rechtsanwältin Alexandra Menz oder Rechtsanwalt Stephan Thomae

Als Fachanwälte für Familienrecht sind sie die Richtigen für alle Fragen des Sorgerechts.

  • Veranlassen Sie einen Rückruf mit dieser Mail.
  • Oder telefonisch: Lassen Sie sich einen Termin geben.
    Wählen Sie dazu eine der 3 Kanzlei-Telefonnummern in der Fußzeile.
    Sie erreichen uns zu den genannten  Kanzlei-Öffnungszeiten.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Hier erfahren Sie mehr zu Rechtsanwältin Alexandra Menz

Ihr Ansprechpartner:

Alexandra Menz

Hier erfahren Sie mehr zu Rechtsanwalt Stephan Thomae

Ihr Ansprechpartner:

Stephan Thomae